1. Equipment auswählen, bevor das Studiokonzept steht
Eine neue Trainingsfläche soll entstehen. Die ersten Geräte sind ausgesucht, Racks und Trainingsstationen werden im Grundriss platziert und die verfügbaren Quadratmeter möglichst vollständig genutzt.
Der häufige Fehler liegt darin, die Geräteplanung mit der Studioplanung gleichzusetzen.
Denn die richtige Ausstattung hängt davon ab, wer auf der Fläche trainiert, welche Angebote stattfinden und wie der Betrieb organisiert ist. Ein Boutique-Studio mit betreuten Kleingruppen braucht eine andere Raumstruktur als eine Physiotherapiepraxis, ein klassischer Fitnessclub oder ein leistungsorientierter Hybrid-Training-Bereich.
Vor der Auswahl des Equipments sollten deshalb zentrale Fragen beantwortet werden:
- Zielgruppe und Positionierung: Wen möchten wir erreichen und welches Trainingserlebnis erwarten diese Menschen?
- Trainingsangebot: Welche Trainingsformen, Kursgrößen und Betreuungsmodelle sollen möglich sein?
- Zonierung und Laufwege: Wo entstehen Bewegungsflächen, Übergänge und mögliche Engstellen?
- Equipment und Stauraum: Welche Geräte werden tatsächlich genutzt und wo werden Kleingeräte gelagert?
- Flexibilität: Kann die Fläche für Personal Training, Small Groups, Functional Training oder andere Angebote eingesetzt werden?
Erst aus diesen Antworten entsteht ein sinnvoller Gerätestellplan. Er bildet die Grundlage für eine Trainingsfläche, auf der Equipment nicht nur gut aussieht, sondern das geplante Training wirklich unterstützt. Für Betreiber bedeutet das: Nicht die Anzahl der Geräte entscheidet über die Qualität einer Fläche, sondern ihr Nutzen innerhalb des Gesamtkonzepts.
3. Die Trainingsfläche nicht als Teil des Geschäftsmodells denken
Die neue Fläche ist fertig eingerichtet. Doch wie häufig wird sie tatsächlich genutzt? Welche Angebote finden dort statt? Und kann das Studio auf veränderte Trainingsbedürfnisse reagieren?
Der dritte Fehler ist besonders relevant für Betreiber: Eine Trainingsfläche wird gebaut, ohne ihre langfristige Nutzung ausreichend mitzudenken.
Eine wirtschaftlich sinnvolle Studioplanung betrachtet deshalb nicht nur Anschaffungskosten und Quadratmeter, sondern auch die spätere Auslastung, mögliche Trainingsformate und betriebliche Abläufe. Je nach Zielgruppe und Studiokonzept kann eine gut geplante Fläche mehrere Angebote unterstützen:
- Personal Training: individuelle Betreuung auf flexibel nutzbaren Trainingsstationen
- Small Group Training: strukturierte Angebote für kleine Gruppen
- Functional Training und Athletiktraining: vielseitige Kraft-, Ausdauer- und Bewegungsformate
- Hybrides Training: Kombination unterschiedlicher Trainingsreize, beispielsweise in einer Performance- oder HYROX-orientierten Zone
- Workshops, Einsteigerformate und Events: zusätzliche Anlässe, die Fläche zu nutzen und Mitglieder einzubinden
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Angebote auf dieselbe Fläche zu pressen. Entscheidend ist, welche Formate zur Positionierung passen und sich organisatorisch sinnvoll umsetzen lassen. Auch die Trainer gehören von Beginn an in die Planung. Sie müssen die Fläche verstehen, ihre Möglichkeiten kennen und Trainingsangebote darauf gestalten können. Erst dann wird aus einer gut ausgestatteten Fläche ein lebendiger Trainingsbereich. Ein ganzheitlicher Business Case berücksichtigt deshalb neben potenziellen Erlösen auch Mitgliedererlebnis, Betreuungsqualität, Betriebskosten, Flächenauslastung und die Möglichkeit, das Konzept später weiterzuentwickeln.
Was gut geplante Studios anders machen
Konzept vor Equipment
Die Zielgruppe, das Trainingsangebot und das Geschäftsmodell geben die Richtung vor. Die Ausstattung folgt dem Konzept – nicht umgekehrt.
Funktion & Atmosphäre zusammen denken
Zonierung, Laufwege, Sichtachsen, Licht, Akustik, Materialien und Raumwirkung werden als zusammenhängende Planungsaufgabe verstanden.
Nutzung vor reiner Quadratmeter-
optimierung
Die Fläche wird so geplant, dass Training, Betreuung und unterschiedliche Angebote im Alltag funktionieren und langfristig wirtschaftlich sinnvoll bleiben.
Studiodesign ganzheitlich denken
Eine erfolgreiche Studioplanung verbindet Raum, Training, Technologie und Erlebnis. Genau dafür steht HOME OF CONCEPTS: Wir betrachten Studioprojekte bei Perform Better nicht isoliert über einzelne Geräte, sondern entwickeln Trainingswelten aus dem Zusammenspiel von Zielgruppe, Konzept, Equipment und räumlicher Umsetzung.
Als HOME OF HYBRID ATHLETES bringen wir unsere Kompetenz für hybrides und funktionelles Training in unterschiedliche Umgebungen ein – vom Fitnessstudio über Boutique- und Performance-Konzepte bis zu weiteren Trainings- und Gesundheitseinrichtungen. Nicht jede Fläche muss eine HYROX-Zone sein. Jede Fläche sollte aber zum Training passen, das dort stattfinden soll. Dazu denken wir die Planung vom ersten Gespräch und Gerätestellplan bis zur räumlichen Visualisierung mit. 3D-Entwürfe machen mögliche Lösungen früh sichtbar und schaffen eine Grundlage, um Gestaltung und Funktion gemeinsam zu beurteilen.
Am Ende entscheidet nicht das Equipment allein über den Erfolg einer Trainingsfläche – sondern das ganzheitliche Konzept dahinter.
Kostenfreies Webinar: Das perfekte Studiodesign
Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 11:00 Uhr zeigen Andreas Sasse und Sylvester Andrä, woran du gutes Functional Design erkennst – inklusive Einblicken in die 3D-Studioplanung. Erfahre, wie du Trainingsflächen funktional, zielgruppengerecht und wirtschaftlich sinnvoll planst.